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THAT’S TOO MUCH KNOWLEDGE!!

Er ist tot, Jim. Aber solang Jim nicht tot ist, gibt es ja noch Hoffnung für uns arme Sünder.

William Shatner alias Captain Kirk alias Denny Crane macht also Musik, wie manche vielleicht wissen. Ich kann mich an dieser Stelle nicht explizit dafür aussprechen, weil ich das Meiste davon nicht kenne. Neuerdings aber, bei dem Versuch in diesem Videodingsda mehr belastendes Material über den großartigen Henry Rollins (ich finde, man sollte ihn adeln. Sir Henry Rollins klingt doch, als wäre der Name dafür gemacht…) zu finden, stolpere ich über den Folgenden Videoschnipsel:


Für Gernklicker.

Das klingt ja vielversprechend, denke ich bei mir und voila:


Für Gernklicker.

Das ist eine absolute Premiere für mich. Absurd, wie Herr Kaliban oft so treffend urteilt. Das österreichischste Ding, das ich jemals von einem Nichtösterreicher erlebt habe.
Drei Minuten lang Dinge abspulen, die man nicht versteht. Und dann der Refrain: *Badum-badabum-psh* I vasteh des ned.

Intermezzo

Ausnahmsweise falle ich heute aus meiner trottelhaften Tradition, meine Schweizbegebenheiten mit einem halben Jahr Verzögerung so zu schildern, als erlebte ich sie eben gerade, um Platz für eine brandaktuelle Durchsage zu schaffen. Oder so.

Nun bin ich also nach einem kurzen Zwischenspiel in der alten Welt (So leicht rechts vom Arlberg) wieder in der neuen Welt angekommen (Na? Genau, leicht links vom Arlberg). Das eine Ding heißt Wien, das andere Zürich, is aber auch egal, anfangen tun sowieso beide mit ABCDE…WXYZ. Aus der Perspektive betrachtet kommt einem die Schweiz dann auch gleich ein ganzes Stück mehr wie der Rest der Welt vor.

Weil ich meinen Kadaver aber zu so nachtschlafener Zeit hierherkatapultieren hab lassen, winkt mir natürlich hier überhaupt nix mehr zu. Außer Heidi in der Flughafen-U-Bahn. Macht aber auch gar nix, meine Blogzugriffsstatistik (ich schreib depperte Schachtelwörter jetzt nur mehr zusammen, ätsch!) passt unterm Türschlitz durch und meine Mitbewohner wollen um die Zeit auch nix mehr trinken gehen und sich dabei schlechte Witze über ihre Mütter anhören. Muss also mein imaginäres Publikum herhalten.

Weihnachten “daham” war jedenfalls superentspannt (so mit einem halben Tag Zeit zum Geschenkekaufen, nach der Ankunft- aber mit sowas rechnet man als Mann von Welt ja auch und ohne Schokolade aus der Schweiz zurückkommen is ja sowieso ein Frevel), von Köstlichkeiten durchzogen und vom süßesten Nichtstun seit Erfindung des Semesterabschlussprüfungsstresseseseses (nicht zutreffende “-es” bitte streichen).

Sylvester war “auch recht a liabe G’schicht” wie einer meiner Spezln so treffend irgendwen anderen zu zitieren pflegt und trug sich bei klirrender Kälte und absolut unzureichendem Schwipps auf einem Berg über Mödling zu, von wo aus man superromantisch stecknadelkopfgroße Feuerwerke anschauen und bei den Temperaturen bald schon nicht mehr prickelnden Sekt lutschen konnte.
Neujahrsvorsätze gabs wie immer keine- Hoitas, einen schon: Nächstes Jahr kann ich bitte auch bei einer Saukälte Sekt einschenken, ohne dass der Dreck übergeht und ich alles im Umkreis andrenz. Das is allein aus sicherheitstechnischen Gründen ein absolutes Muss, weil wenns wieder so kalt wird, rutscht noch wer aus und bricht sich was.

Die Tage danach waren geprägt vom Sichdavordrückenirgendwenanzurufenweilmansowiesokeinezeithat-wasvernünftigesanzureißenundbaldwiedergehenmuss- folglich also sehr beschaulich. Macht aber gar nix, Stress is sowieso Pfuideibl, sagt mein Therapeut… (Ha! Stimmt nicht. Aber es klingt schon deppert, wemma sich das so vorsagt. Notiz an mich selbst: Nicht therapierbar.)

Der Rückflug schließlich wieder eine kleine Sensation, aber wenn man die Strecke zum dritten Mal in einem halben Jahr unter sich lässt, darf man dann entspannt am Terminal lümmeln und sich über all die Menschen amüsieren, die hektisch ständig auf die Uhr linsen, es aber so unauffällig anstellen, dass man es eh nur merkt, weil man das selber schon zur Genüge geübt hat. Beim Aussteigen versuche ich dann noch, den Kurier kunstvoll in das Sitzlehnenfach vor mir zu stopfen, lasse es dann dem Personal zuliebe aber doch bleiben und staube stattdessen noch eine Kleinigkeit ab und wieder einmal steht fest: Das Ding, in dem das Ding liegt, das Wien heißt, ist eben anders.

Definition: Hinhaltetaktik

Manchmal frage ich mich, ob ich mir Referrer-Suchbegriffe zu Herzen nehmen sollte. Beispielsweise wenn jemand mit dem Suchbegriff “Definition: Hinhaltetaktik” auf mein Engagement hier weitergeleitet wird. Blogge ich zu selten? Zu substanzlos? Vertröste ich zu häufig auf später?

Also nagut, das Auslandstagebuch ist mittlerweile mehr Auslandsmonatsbuch und ungefähr vier Monate vom Echtzeiterlebnis entfernt, aber wie heißt es so schön: Langsam und ausdauernd gewinnt man ein Rennen!

In diesem Sinne: Mehr lesen Sie in naher Zukunft! ;)

Alles Gute und so.

Weihnachten ist zwar schon nicht mehr ganz taufrisch, aber ein Bisschen was ist noch übrig, also: Angenehme Feiertage, guten Appetit beim Resteessen und viel Glück beim Geschenkeumtauschen, falls notwendig.

Schweizer kochen.

Würschtlbrösl Ischgl-Knödl

Enthusiastischer Versuch meines schweizer Mitbewohners, aus sämtlichen Österreichischen Wörtern die er kennt, einen Satz zu bilden.

In die Liste nennenswerter Permutationen fällt noch

Würschtlknödl Ischgl-Brösl

Format C:\

Erste IT-bedingte Schädigungen des eigenen Denkapparates werden spätestens dann offenkundig, wenn man jemanden beim Hantieren mit einem Schnellhefter beobachtet, dessen Trennblätter zwei Drittel der Gesamtdicke der Mappe ausmachen und das Erste woran man denkt, ist:
File System Overhead.

Gut wars nicht, dafür zu wenig.

Binsenweisheit aus dem österreichischen Volksmund, mit Leib und Seele vorgetragen von Herrn S. aus E.

Zu Gast bei Freunden

Wer schon nicht Manns genug ist, eine festsitzende Felge von einer Nabe zu zerren, kann also auch gleich allen Stolz ziehen lassen und die anrufen. Ja wer sind denn die? Na die gelben–Aber lassen wir das. Der ADAC ist also eine halbe Stunde später vor Ort. Verkörpert von einem wirklich –wirklich- gesunden Bayern um die dreißig. Der parkt seinen Abschleppwagen gekonnt ein und sieht sich die Sache mal näher an.

Weil Männerstolz so eine Sau ist und man einfach nicht tatenlos dabeistehen kann, wenn ein anderer Kerl das Produkt der eigenen Unfähigkeit inspiziert, werfen wir hilfreich ein, dass wir den Reifen freilich selbst gewechselt hätten, aber

„… waast eh, die Wognheba, de’s mit de depperten Reiskocha vakaufn, san jo nix. Da muaß ma jo Aungst hom. Vielleicht hobts es an bessan Wognheba dabei…“

Der Bayer schüttelt den Kopf.

„Na, mia verwendn ah nur die…“

Also gut, der Abschleppwagen-Pilot sieht aber mit seiner Wampe noch ein Stückchen männlicher aus als wir und darum muss er es selbst auch noch einmal probieren.

„Soo, des homma glei.“

Unters Auto gelegt und mit Hammer und Holzklotz feste auf die Innenseite der Felge geklopft. Mein Magen dreht sich schon mal probeweise zwei-, dreimal um. Für den doch recht wahrscheinlichen Fall, dass dem Retter in der Not gleich das Auto auf den Kopf fällt.

„Ja Leckmiamarsch, des gibt’s ja net…“

Nach ein paar Versuchen sieht er aber ein, dass so einfach nichts zu machen ist und kommt wieder unter dem Auto hervor. Just in dem Moment kommt ein zweites Auto vom ADAC zur Tankstelle.

„Ah, da Fröhmer… Woarts kurz, i schau, ob der an größern Hommer hot.“

Nach einem kurzen Wortwechsel zwischen Retter 1 und Retter 2 ist ein hydraulischer Wagenheber aus dem Kofferraum des zweiten Fahrzeugs parat und tatsächlich- auch ein größerer Hammer war zu organisieren.

So also geht die Geschichte, wie wir zwei Stunden deppert in München herumstehen und von urlässigen ADAC-Bayern erlöst werden. Weiter geht es nach Sauerlach, ein Stück weit von München, wo wir Bekannte treffen sollen, die uns nicht nur gerne empfangen, sondern auch gleich mit Brezen, Weißwurscht und Weißbier aufwarten können.

Ich kapier echt nicht, warum die Bayern in Deutschland angeblich so unbeliebt sind.

Stimmungsbild: 18. November 2008

Biohazard - Breakdown

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Es ist doch immer wieder ein schönes Gefühl, nach einer Phase anhaltenden faulheitsbedingten Nutzlosigkeitsgefühls unter Beweis gestellt zu haben, dass man doch noch was hinbekommen kann und dass temporäre Leistungsengpässe etwas Selbstgebautes sein können - und folglich wieder enden, wenn man beschließt, mal wieder etwas zu arbeiten.

Stimmungsbild: 14. November 2008

Chris Isaak - Blue Hotel

Also ich bin ja noch nicht direkt alt genug, um mich ins Klischee der “Früher war alles Besser”-Zeterer einzureihen, aber warum bitte gefällt mir dann nur alte Popmusik, wenn es nicht stimmen würde, dass Pop früher besser war?

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